Konzert der Dithmarscher Musikschule in der Ditmarsia Meldorf
Am 15. Dezember 2024 fand im Saal der Meldorfer Ditmarsia ein Konzert der Dithmarscher Musikschule statt. "Musik aus Renaissance, Barock und Klassik" lautete das Motto des Abends. Martin Schmitt, Lehrer für Blockflöte und Saxophon hatte seine besten Schülerinnen und Schüler mobilisiert und ein beeindruckendes Programm zusammengestellt. Ein wenig Adventsschmuck sorgte für die passende Vorweihnachtsstimmung, selbst die zwei Meter große Subbassblockflöte trug an diesem Abend eine Weihnachtsmütze.
Zum Auftakt spielte das siebenköpfige Erwachsenen-Ensemble auf Renaissanceinstrumenten eine Glossada des Spaniers Hernando de Cabezón. Archaische Klänge waren da zu hören, kombiniert mit komplizierter Rhythmik und beeindruckender Virtuosität.
Es folgten die jüngsten Künstlerinnen des Abends: Laura Banke und Gesa Lehnert teilten sich auf der Sopranblockflöte zwei Sätze aus James Hooks Sonata in G, begleitet von ihrem Lehrer auf dem Cembalo. Gabriele Mäker und Grete Paulsen wiederum ließen sich zusammen mit einem Trio von Carl Philipp Emanuel Bach hören. Die beiden erwachsenen Blockflötistinnen griffen dabei zur Tenorblockflöte und stellten so ein weiteres Mitglied der Blockflötenfamilie vor.
Für einen interessanten Klangwechsel sorgte Saxophonist Ben-Niklas Tange. Im Duett mit Martin Schmitt erklang ein Sonatensatz von Gottfried Finger und zwei Altsaxophone genügten in der hervorragenden Akustik der Ditmarsia, den Raum mit Klang zu füllen.
Nach einem weiteren Stück des Bachsohnes Carl Philipp Emanuel mit Janne Täubert an der Bassblockflöte, interpretierten Claudia Marquardt und Katrin Schröder eine Triosonate von Quantz aus derselben Epoche der Frühklassik. Beide reisen einmal pro Monat aus der Segeberger Gegend bis nach Heide, um hier ihren Blockflötenunterricht zu erhalten. "Darauf bin ich schon ein wenig stolz", so Martin Schmitt.
Am Ende des Programms schloss sich der Kreis: das Ensemble trat erneut auf, spielte eine Sonate von Georg Philipp Telemann und blieb danach gleich auf der Bühne stehen, um zusammen mit allen Mitwirkenden des Abends ein Weihnachtslied anzustimmen, das bei einem echten Adventskonzert natürlich nicht fehlen darf.