Konzert der Dithmarscher Musikschule in der Ditmarsia Meldorf
Am dritten Adventssonntag, dem 14. Dezember 2025, fand um 17.00 im Saal der Meldorfer Ditmarsia ein Konzert der Dithmarscher Musikschule statt. "Musik aus Renaissance, Barock und Klassik" lautete das Motto des Abends. Martin Schmitt, Dozent für Blockflöte, hatte seine besten Schülerinnen und Schüler mobilisiert und ein festliches Programm zusammengestellt. Ein wenig Adventsschmuck sorgte für die passende Vorweihnachtsstimmung, selbst das Cembalo trug eine kleine Lichterkette.
Zum Auftakt spielte das vierköpfige Erwachsenen-Ensemble auf Renaissanceblockflöten drei Stücke des Briten Michael East und versetzte das Publikum mit seinen archaischen Klängen in die Zeit des 17. Jahrhunderts.
Aus dem Venedig derselben Epoche stammt die Sonata prima Dario Castellos, die Janne Täubert im Anschluss, von ihrem Lehrer am Cembalo begleitet, sehr virtuos und sicher vortrug.
Es folgten die jüngsten Künstlerinnen des Abends: Laura Banke und Gesa Lehnert teilten sich auf der Sopranblockflöte zwei „Einseitige Stücke“ des Musikpädagogen und Zeitgenossen Franz Müller-Busch. „Ich finde es großartig von den beiden, dass sie sich so ohne weiteres mit experimenteller Musik beschäftigt haben. Das ist keinesfalls die Regel!“, erklärte Schmitt, nachdem Laura und Gesa, ergänzt durch schauspielerische Einlagen, ihren Instrumenten mit Hilfe von Flatterzunge und Glissando ungewöhnliche Töne entlockt hatten. Zuvor hatte Gesa mit den „Divisions upon an Italian Ground“ des Briten Robert Carr dem Thema 17. Jahrhundert ein weiteres Stück hinzugefügt.
Weiter im Programm ging es mit Frühklassik: Emma Luck und Janne Täubert glänzten, am Cembalo begleitet, mit einer Suite von Johann Christoph Schultze. Beginnend mit der obligatorischen Ouvertüre folgten Badinage, Menuett und Caprice. Danach nutzte Emma Luck die hervorragende Akustik der Ditmarsia zusammen mit ihrem Lehrer für ein Feuerwerk der schnellen Töne in einem Duett von Johann Joachim Quantz, der seinerzeit am Hofe Friedrichs des Großen als dessen Hofkomponist und Flötenlehrer fungierte.
Den letzten Programmblock bildeten Stücke, die während des Blockflötenseminars für Erwachsene am 8. und 9. November im Gemeindehaus Süderholm erarbeitet worden waren. Die zum Teil aus den Kreisen Nordfriesland und Rendsburg-Eckernförde angereisten Mitglieder des kleinen Ensembles interpretierten Werke von Pepusch und Rheinberger.
Alle Mitwirkenden des Abends stimmten gemeinsam zum Schluss noch ein Weihnachtslied an, das bei einem Konzert in dieser besonderen Jahreszeit natürlich nicht fehlen darf.