Konzert in der St. Nicolai-Kirche – Junge Talente begeistern in Wöhrden

Am Sonntag, dem 28. September 2025, fand um 17.00 Uhr das traditionelle Herbstkonzert statt, zum ersten Mal im Rahmen der Kulturreihe Kunstgriff.

Foto: Dirk Krause

Eingeladen hatte die Dithmarscher Musikschule gemeinsam mit der Gemeinde und der Kirchengemeinde Wöhrden. Uwe Hirschgänger, der neue Schulleiter, führte durch das Programm. Die Besten der Musikschule präsentierten sich, diejenigen Talente, von denen man auch kurz nach Schuljahresbeginn bereits herausragende Leistungen erwarten darf, was dieser musikalisch facettenreiche Abend sehr eindrucksvoll bewies.

Den Auftakt machten Emma Luck und Janne Täubert auf der Blockflöte, begleitet von ihrem Dozenten Martin Schmitt am Cembalo. Die „Aria sopra la Bergamasca“ des frühbarocken Komponisten Marco Uccellini spielten sie mit glockenhellen Tönen und perlenden Läufen. Emma Luck zeigte sich zudem solistisch mit einer Sonate von Corelli und unterstrich damit, dass sie zu Recht in der Begabtenförderung der Musikschule ist. Dass die Blockflöte nicht nur barock klingen muss, bewies das Blockflötenensemble der Freien Waldorfschule Wöhrden unter der Leitung von Bettina Eggers. Zwei volkstümliche Herbstlieder wurden in schönen Arrangements konzentriert und mit sauberer Intonation vorgetragen.

Ein besonderes Ausrufezeichen setzte der Viertklässler Tim Yerhiiev am Klavier. Völlig sicher und auswendig spielte er Werke von Bach, Kabalewski und Papp, vorbereitet von seiner Dozentin Sabine Bühler. Noch anspruchsvoller wurde es bei Jarne Marsau, Schüler von Fachbereichsleiter Kai Thomsen, mit Stücken von Scarlatti und Chopin.

Auch die Violine setzte ihre Akzente. Marie Meerwald, Schülerin von Joanna Klug, präsentierte in Begleitung von Olga Ballmann am Klavier einen Satz aus einer Sonate von Georg Friedrich Händel. Dozent David Tebbe war mit gleich drei seiner Schüler*innen angereist und ließ es sich nicht nehmen, sie alle selbst auf der Violine zu begleiten: Jonathan Geiger brachte den lebhaften „Mückentanz“ von Mostras zu Gehör, seine ältere Schwester Mirjam-Yvette beeindruckte mit Variationen des "Teufelsgeigers" Niccolò Paganini. Den Abschluss dieses Trios gestaltete Elisabeth Geiger mit dem bekannten Menuett aus Mozarts Divertimento in D-Dur.

Den stimmungsvollen Ausklang des Konzertes leitete Querflötistin Annika Bauer ein.
Zunächst war sie solistisch mit einem Werk von Anton Bernhard Fürstenau zu hören. Anschließend musizierte sie gemeinsam mit ihrer Flötenkollegin Angelina Doose, beide sind Schülerinnen von Isabel Stadie, und dem Pianisten Bennet Deter, einem Schüler von Olga Ballmann. Gemeinsam interpretierten sie das bekannte Stück „Libertango“ von Astor Piazzolla.